Unregelmäßige Zyklen, PCOS?

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NeuHier1c49a7c
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Unregelmäßige Zyklen, PCOS?

Beitrag von NeuHier1c49a7c »

Hallo zusammen,

Ich habe im Oktober 2024 die Pille abgesetzt. Danach hatte ich sehr unregelmäßige Zyklen, zwischen ca 1 Monat und bis 3 Monate. Ab Juli 2025 waren es dann sogar 6 Monate. Wir haben dann so im Oktober gestartet, nicht mehr zu verhüten.

Im November war ich bei meiner FA und wir haben folgende Blutwerte getestet: zunächst auf männliche Hormone, Testosteron war ok, Androstendion etwas erhöht. Danach sollte auf Insulinresistenz und Schilddrüse untersucht werden beim Hausarzt. Glucose nüchtern, Insulin, HOMA-Index sowie TSH basal war alles ok. Daraufhin hat sie mir eine Broschüre zu PCOS gegeben und Inositol mit Folsäure als Pulver verschrieben.
Ich verstehe allerdings nicht so richtig, ob ich tatsächlich PCOS habe, da vieles eigentlich auch dagegen spricht und ich auch sonst keine Anzeichen habe (Normalgewicht, kein Haarausfall, vermehrter Haarwuchs an anderen Stellen).

Nach ca 3 Wochen Einnahme Inositol habe ich tatsächlich wieder meine Tage gekriegt und hatte dann darauf folgend einen ziemlich normalen Zyklus von ca einem Monat, in dem ich vermutlich auch einen Eisprung hatte (Temperarturkurve).
Seit Ende Januar hatte ich jetzt aber keine Blutung mehr und immer wieder S+ aber die Temperatur schwankt recht stark, also nichtssagend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich diesen Zyklus noch einpendelt. Von daher hoffe ich, dass ich die Blutung bald bekomme und dann wieder "neu" starten kann. Das Inositol nehme ich aktuell weiterhin.

Wie würdet ihr das ganze einschätzen? Gibt es ähnliche Erfahrungen?

Mein Plan wäre sonst, wenn im nächsten Monat nichts passiert, einen Termin bei meiner FA auszumachen.

Ist mein erster Post hier, bin dankbar für einen Austausch zu dem Thema :)
The-cycle1992
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Re: Unregelmäßige Zyklen, PCOS?

Beitrag von The-cycle1992 »

NeuHier1c49a7c hat geschrieben: Montag 6. April 2026, 18:06 Hallo zusammen,

Ich habe im Oktober 2024 die Pille abgesetzt. Danach hatte ich sehr unregelmäßige Zyklen, zwischen ca 1 Monat und bis 3 Monate. Ab Juli 2025 waren es dann sogar 6 Monate. Wir haben dann so im Oktober gestartet, nicht mehr zu verhüten.

Im November war ich bei meiner FA und wir haben folgende Blutwerte getestet: zunächst auf männliche Hormone, Testosteron war ok, Androstendion etwas erhöht. Danach sollte auf Insulinresistenz und Schilddrüse untersucht werden beim Hausarzt. Glucose nüchtern, Insulin, HOMA-Index sowie TSH basal war alles ok. Daraufhin hat sie mir eine Broschüre zu PCOS gegeben und Inositol mit Folsäure als Pulver verschrieben.
Ich verstehe allerdings nicht so richtig, ob ich tatsächlich PCOS habe, da vieles eigentlich auch dagegen spricht und ich auch sonst keine Anzeichen habe (Normalgewicht, kein Haarausfall, vermehrter Haarwuchs an anderen Stellen).

Nach ca 3 Wochen Einnahme Inositol habe ich tatsächlich wieder meine Tage gekriegt und hatte dann darauf folgend einen ziemlich normalen Zyklus von ca einem Monat, in dem ich vermutlich auch einen Eisprung hatte (Temperarturkurve).
Seit Ende Januar hatte ich jetzt aber keine Blutung mehr und immer wieder S+ aber die Temperatur schwankt recht stark, also nichtssagend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich diesen Zyklus noch einpendelt. Von daher hoffe ich, dass ich die Blutung bald bekomme und dann wieder "neu" starten kann. Das Inositol nehme ich aktuell weiterhin.

Wie würdet ihr das ganze einschätzen? Gibt es ähnliche Erfahrungen?

Mein Plan wäre sonst, wenn im nächsten Monat nichts passiert, einen Termin bei meiner FA auszumachen.

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Was "spricht" denn deiner Meinung nach gegen PCOS? :problem:
Nach deiner ersten Beschreibung gibt es mE mehr, was dafür spricht als was dagegen sprechen würde..Aber ich bin natürlich keine Ärztin.

Es gibt diverse Möglichkeiten PCOs in den Griff zu kriegen (Nahrungsergänzungsmittel sind da eigtl eher ein Ad-on und Inositol wäre nicht meine erste Wahl, wenn keine Insulinresistenz vorliegt. Ich habe es z.B. noch nie genommen.) Lebensstil und vor allem die Ernährung spielen eine viel wichtigere Rolle.

ABER: All das sind ungelegte Eier, über die man sich Gedanken machen kann, wenn eine Diagnse gesichert gestellt wurde. Das heißt: Was sagt der Ultraschall? Waren dort die typischen Folikelbläschen zu sehen? Wie ist das Verhältnis von FSH zu SH? Wurde der AHM-Wert getestet (erhöhter Wert spricht für PCOS)? Was ist mit SHGB (bei PCOs üblicherweise niedrig).

Wenn die typischen "Zysten" (es sind keine Zysten, sondern nicht gesprungene Folikel, der Name ist irreführend) vorhanden sind UND du einen verlängerten/unregelmäßigen Zyklus hast, sind nach aktueller Diagnostik eigentlich schon 2 von 3 Kriterien erfüllt. Das reicht erstmal für eine Diagnose. Wenn man den erhöhbten Andostendrion-Wert, was ja auch ein Androgen ist, hinzu nimmt, wären sogar alle 3 Rotterdam Kriterien erfüllt.

Ab da ist PCOs ist immer eine Ausschlussdiagnose. Denn all diese Symptome können auch andere Ursachen haben. So muss z.B. das Androgenitale Snydrom ausgeschlossen werden. Hypothalamische Amenorroe usw. (Schildrüse wurde ja schon gecheckt). Hier lohnt sich ein Termin beim Endokrinologen (ggf. auch bei mehreren, ich bin damals eigenständig nochnal in ein spezielles Hormonzentrum gefahren. Leider kennen sich nur sehr wenige Ärzte wirklich gut mit der Erkrankung aus.

Abschließend kann ich nur sagen, PCOs hat viele Facetten. Deshalb heißt es auch Syndrom. Es kann sich bei jedem anders äußern. Ich habe z.B. auch kein Übergewicht, keine Insulibresistenz, zwar lange Zyklen, aber durchgehend MIT Eisprung, leichten Hirsutismus (dafür aber z.B. keine erhöhten Androgenwerte). Und obwohl ich vermehrt auf Ernährung und Co achte (mal mehr mal weniger), wird mein PCOs vernutlich nie ganz weggehen (Diagnose vor 10 Jahren bekommen).

Aber egal ob du es hast oder nicht, ich rate dir, dich umfassend zu informieren. Das heißt für mich mittlerweile, weder blind auf alles vertrauen, was die Ärzte sagen noch den zahlreichen Hormobcoaches hinterlaufen, die einem veraprechen, jede Art von Hormonproblemen sei komplett "heilbar" egal ob PCOS oder Mensbeschwerden. Die Wahrheit liegt, wie sooft, irgendwo in der Mitte. ;) das gilt für hormonelle Probleme jeder Art.
"beobachtend" im 31. Zyklus - #fightPCOS - 34 und aktuell noch kinder (wunsch) los glücklich :flower:
NeuHier1c49a7c
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Re: Unregelmäßige Zyklen, PCOS?

Beitrag von NeuHier1c49a7c »

The-cycle1992 hat geschrieben: Montag 27. April 2026, 16:09
NeuHier1c49a7c hat geschrieben: Montag 6. April 2026, 18:06
Zuletzt geändert von NeuHier1c49a7c am Montag 4. Mai 2026, 07:56, insgesamt 1-mal geändert.
NeuHier1c49a7c
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Re: Unregelmäßige Zyklen, PCOS?

Beitrag von NeuHier1c49a7c »

The-cycle1992 hat geschrieben: Montag 27. April 2026, 16:09
NeuHier1c49a7c hat geschrieben: Montag 6. April 2026, 18:06 Hallo zusammen,

Ich habe im Oktober 2024 die Pille abgesetzt. Danach hatte ich sehr unregelmäßige Zyklen, zwischen ca 1 Monat und bis 3 Monate. Ab Juli 2025 waren es dann sogar 6 Monate. Wir haben dann so im Oktober gestartet, nicht mehr zu verhüten.

Im November war ich bei meiner FA und wir haben folgende Blutwerte getestet: zunächst auf männliche Hormone, Testosteron war ok, Androstendion etwas erhöht. Danach sollte auf Insulinresistenz und Schilddrüse untersucht werden beim Hausarzt. Glucose nüchtern, Insulin, HOMA-Index sowie TSH basal war alles ok. Daraufhin hat sie mir eine Broschüre zu PCOS gegeben und Inositol mit Folsäure als Pulver verschrieben.
Ich verstehe allerdings nicht so richtig, ob ich tatsächlich PCOS habe, da vieles eigentlich auch dagegen spricht und ich auch sonst keine Anzeichen habe (Normalgewicht, kein Haarausfall, vermehrter Haarwuchs an anderen Stellen).

Nach ca 3 Wochen Einnahme Inositol habe ich tatsächlich wieder meine Tage gekriegt und hatte dann darauf folgend einen ziemlich normalen Zyklus von ca einem Monat, in dem ich vermutlich auch einen Eisprung hatte (Temperarturkurve).
Seit Ende Januar hatte ich jetzt aber keine Blutung mehr und immer wieder S+ aber die Temperatur schwankt recht stark, also nichtssagend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich diesen Zyklus noch einpendelt. Von daher hoffe ich, dass ich die Blutung bald bekomme und dann wieder "neu" starten kann. Das Inositol nehme ich aktuell weiterhin.

Wie würdet ihr das ganze einschätzen? Gibt es ähnliche Erfahrungen?

Mein Plan wäre sonst, wenn im nächsten Monat nichts passiert, einen Termin bei meiner FA auszumachen.

Ist mein erster Post hier, bin dankbar für einen Austausch zu dem Thema :)
Was "spricht" denn deiner Meinung nach gegen PCOS? :problem:
Nach deiner ersten Beschreibung gibt es mE mehr, was dafür spricht als was dagegen sprechen würde..Aber ich bin natürlich keine Ärztin.

Es gibt diverse Möglichkeiten PCOs in den Griff zu kriegen (Nahrungsergänzungsmittel sind da eigtl eher ein Ad-on und Inositol wäre nicht meine erste Wahl, wenn keine Insulinresistenz vorliegt. Ich habe es z.B. noch nie genommen.) Lebensstil und vor allem die Ernährung spielen eine viel wichtigere Rolle.

ABER: All das sind ungelegte Eier, über die man sich Gedanken machen kann, wenn eine Diagnse gesichert gestellt wurde. Das heißt: Was sagt der Ultraschall? Waren dort die typischen Folikelbläschen zu sehen? Wie ist das Verhältnis von FSH zu SH? Wurde der AHM-Wert getestet (erhöhter Wert spricht für PCOS)? Was ist mit SHGB (bei PCOs üblicherweise niedrig).

Wenn die typischen "Zysten" (es sind keine Zysten, sondern nicht gesprungene Folikel, der Name ist irreführend) vorhanden sind UND du einen verlängerten/unregelmäßigen Zyklus hast, sind nach aktueller Diagnostik eigentlich schon 2 von 3 Kriterien erfüllt. Das reicht erstmal für eine Diagnose. Wenn man den erhöhbten Andostendrion-Wert, was ja auch ein Androgen ist, hinzu nimmt, wären sogar alle 3 Rotterdam Kriterien erfüllt.

Ab da ist PCOs ist immer eine Ausschlussdiagnose. Denn all diese Symptome können auch andere Ursachen haben. So muss z.B. das Androgenitale Snydrom ausgeschlossen werden. Hypothalamische Amenorroe usw. (Schildrüse wurde ja schon gecheckt). Hier lohnt sich ein Termin beim Endokrinologen (ggf. auch bei mehreren, ich bin damals eigenständig nochnal in ein spezielles Hormonzentrum gefahren. Leider kennen sich nur sehr wenige Ärzte wirklich gut mit der Erkrankung aus.

Abschließend kann ich nur sagen, PCOs hat viele Facetten. Deshalb heißt es auch Syndrom. Es kann sich bei jedem anders äußern. Ich habe z.B. auch kein Übergewicht, keine Insulibresistenz, zwar lange Zyklen, aber durchgehend MIT Eisprung, leichten Hirsutismus (dafür aber z.B. keine erhöhten Androgenwerte). Und obwohl ich vermehrt auf Ernährung und Co achte (mal mehr mal weniger), wird mein PCOs vernutlich nie ganz weggehen (Diagnose vor 10 Jahren bekommen).

Aber egal ob du es hast oder nicht, ich rate dir, dich umfassend zu informieren. Das heißt für mich mittlerweile, weder blind auf alles vertrauen, was die Ärzte sagen noch den zahlreichen Hormobcoaches hinterlaufen, die einem veraprechen, jede Art von Hormonproblemen sei komplett "heilbar" egal ob PCOS oder Mensbeschwerden. Die Wahrheit liegt, wie sooft, irgendwo in der Mitte. ;) das gilt für hormonelle Probleme jeder Art.
Vielen Dank für deine Nachricht. Die Rückfrage, was denn dagegen spricht finde ich eine sehr interessante Anregung es mal anders rum zu betrachten.

Zuerst mal zu den Blutwerten:
FSH:LH 2,45
SHBG 90
AMH nicht getestet

Zum Ultraschall: als ich damals beim FA war hatte sie nur gesagt sieht gut aus. Ich war inzwischen nochmal beim FA und sie hat auch wieder einen Ultraschall gemacht und dort war ein Ei am springen bzw war wohl kurz vorher gesprungen. Also keine nicht mehrere unreife Folikel.
Was mich dazu aber auch wundert, dass meine Temperatur erst ca. 1 Woche später hochging. Macht das Sinn?

Ich hatte das Thema PCO angesprochen im Termin und ob sie nun sagen würde, dass ich PCOs habe und sie meinte dann "leichtes PCO". Hatte aber auch meine Blutwerte nicht npchmal richtig angeschaut, das hat mich dann schon auch verwundert. Habe überlegt nun vielleicht doch mal noch woanders hinzugehen, also erstmal anderer FA.

Wie war denn deine PCO Geschichte? Hast du es einigermaßen im Griff? Was hilft dir? Und woran erkennst du, dass du immer einen Eisprung hast? Am Temperaturanstieg?
The-cycle1992
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Re: Unregelmäßige Zyklen, PCOS?

Beitrag von The-cycle1992 »

NeuHier1c49a7c hat geschrieben: Montag 4. Mai 2026, 07:55
The-cycle1992 hat geschrieben: Montag 27. April 2026, 16:09
NeuHier1c49a7c hat geschrieben: Montag 6. April 2026, 18:06 Hallo zusammen,

Ich habe im Oktober 2024 die Pille abgesetzt. Danach hatte ich sehr unregelmäßige Zyklen, zwischen ca 1 Monat und bis 3 Monate. Ab Juli 2025 waren es dann sogar 6 Monate. Wir haben dann so im Oktober gestartet, nicht mehr zu verhüten.

Im November war ich bei meiner FA und wir haben folgende Blutwerte getestet: zunächst auf männliche Hormone, Testosteron war ok, Androstendion etwas erhöht. Danach sollte auf Insulinresistenz und Schilddrüse untersucht werden beim Hausarzt. Glucose nüchtern, Insulin, HOMA-Index sowie TSH basal war alles ok. Daraufhin hat sie mir eine Broschüre zu PCOS gegeben und Inositol mit Folsäure als Pulver verschrieben.
Ich verstehe allerdings nicht so richtig, ob ich tatsächlich PCOS habe, da vieles eigentlich auch dagegen spricht und ich auch sonst keine Anzeichen habe (Normalgewicht, kein Haarausfall, vermehrter Haarwuchs an anderen Stellen).

Nach ca 3 Wochen Einnahme Inositol habe ich tatsächlich wieder meine Tage gekriegt und hatte dann darauf folgend einen ziemlich normalen Zyklus von ca einem Monat, in dem ich vermutlich auch einen Eisprung hatte (Temperarturkurve).
Seit Ende Januar hatte ich jetzt aber keine Blutung mehr und immer wieder S+ aber die Temperatur schwankt recht stark, also nichtssagend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich diesen Zyklus noch einpendelt. Von daher hoffe ich, dass ich die Blutung bald bekomme und dann wieder "neu" starten kann. Das Inositol nehme ich aktuell weiterhin.

Wie würdet ihr das ganze einschätzen? Gibt es ähnliche Erfahrungen?

Mein Plan wäre sonst, wenn im nächsten Monat nichts passiert, einen Termin bei meiner FA auszumachen.

Ist mein erster Post hier, bin dankbar für einen Austausch zu dem Thema :)
Was "spricht" denn deiner Meinung nach gegen PCOS? :problem:
Nach deiner ersten Beschreibung gibt es mE mehr, was dafür spricht als was dagegen sprechen würde..Aber ich bin natürlich keine Ärztin.

Es gibt diverse Möglichkeiten PCOs in den Griff zu kriegen (Nahrungsergänzungsmittel sind da eigtl eher ein Ad-on und Inositol wäre nicht meine erste Wahl, wenn keine Insulinresistenz vorliegt. Ich habe es z.B. noch nie genommen.) Lebensstil und vor allem die Ernährung spielen eine viel wichtigere Rolle.

ABER: All das sind ungelegte Eier, über die man sich Gedanken machen kann, wenn eine Diagnse gesichert gestellt wurde. Das heißt: Was sagt der Ultraschall? Waren dort die typischen Folikelbläschen zu sehen? Wie ist das Verhältnis von FSH zu SH? Wurde der AHM-Wert getestet (erhöhter Wert spricht für PCOS)? Was ist mit SHGB (bei PCOs üblicherweise niedrig).

Wenn die typischen "Zysten" (es sind keine Zysten, sondern nicht gesprungene Folikel, der Name ist irreführend) vorhanden sind UND du einen verlängerten/unregelmäßigen Zyklus hast, sind nach aktueller Diagnostik eigentlich schon 2 von 3 Kriterien erfüllt. Das reicht erstmal für eine Diagnose. Wenn man den erhöhbten Andostendrion-Wert, was ja auch ein Androgen ist, hinzu nimmt, wären sogar alle 3 Rotterdam Kriterien erfüllt.

Ab da ist PCOs ist immer eine Ausschlussdiagnose. Denn all diese Symptome können auch andere Ursachen haben. So muss z.B. das Androgenitale Snydrom ausgeschlossen werden. Hypothalamische Amenorroe usw. (Schildrüse wurde ja schon gecheckt). Hier lohnt sich ein Termin beim Endokrinologen (ggf. auch bei mehreren, ich bin damals eigenständig nochnal in ein spezielles Hormonzentrum gefahren. Leider kennen sich nur sehr wenige Ärzte wirklich gut mit der Erkrankung aus.

Abschließend kann ich nur sagen, PCOs hat viele Facetten. Deshalb heißt es auch Syndrom. Es kann sich bei jedem anders äußern. Ich habe z.B. auch kein Übergewicht, keine Insulibresistenz, zwar lange Zyklen, aber durchgehend MIT Eisprung, leichten Hirsutismus (dafür aber z.B. keine erhöhten Androgenwerte). Und obwohl ich vermehrt auf Ernährung und Co achte (mal mehr mal weniger), wird mein PCOs vernutlich nie ganz weggehen (Diagnose vor 10 Jahren bekommen).

Aber egal ob du es hast oder nicht, ich rate dir, dich umfassend zu informieren. Das heißt für mich mittlerweile, weder blind auf alles vertrauen, was die Ärzte sagen noch den zahlreichen Hormobcoaches hinterlaufen, die einem veraprechen, jede Art von Hormonproblemen sei komplett "heilbar" egal ob PCOS oder Mensbeschwerden. Die Wahrheit liegt, wie sooft, irgendwo in der Mitte. ;) das gilt für hormonelle Probleme jeder Art.
Vielen Dank für deine Nachricht. Die Rückfrage, was denn dagegen spricht finde ich eine sehr interessante Anregung es mal anders rum zu betrachten.

Zuerst mal zu den Blutwerten:
FSH:LH 2,45
SHBG 90
AMH nicht getestet

Zum Ultraschall: als ich damals beim FA war hatte sie nur gesagt sieht gut aus. Ich war inzwischen nochmal beim FA und sie hat auch wieder einen Ultraschall gemacht und dort war ein Ei am springen bzw war wohl kurz vorher gesprungen. Also keine nicht mehrere unreife Folikel.
Was mich dazu aber auch wundert, dass meine Temperatur erst ca. 1 Woche später hochging. Macht das Sinn?

Ich hatte das Thema PCO angesprochen im Termin und ob sie nun sagen würde, dass ich PCOs habe und sie meinte dann "leichtes PCO". Hatte aber auch meine Blutwerte nicht npchmal richtig angeschaut, das hat mich dann schon auch verwundert. Habe überlegt nun vielleicht doch mal noch woanders hinzugehen, also erstmal anderer FA.

Wie war denn deine PCO Geschichte? Hast du es einigermaßen im Griff? Was hilft dir? Und woran erkennst du, dass du immer einen Eisprung hast? Am Temperaturanstieg?
Leider haben die meisten Ärzte gefühlt nicht wirklich Ahnung von PCOS. Die Diagnose wird oft sehr schnell gestellt (bei manchen Frauen auch relativ kurz nach absetzen der Pille). Das muss dann aber kein PCOs sein. Oder sie werfen die Begriffe PCO ubd PCOs durcheinander. PCO ist einfach nur der Begriff für die typischen unreifen Follikel, die kann man aber auch haben, ohn PCOs zu haben. Meine Erfahrung ist, dass das oft nichts Halbes und nichts Ganzes ist, das heißt, einzelne Aspekte werden getestet, wieder andere nicht. Genauso ist es fast schon Lottospielen, was man an Behandlibgsmethoden vorgeschlagen bekommt. :D der Standardweg ist halt immer die Pille, solange kein Kinderwunsch besteht. Bzw dann halt Metformin, wenn die Frau schwanger werden will.

"Leichtes" PCOs ist mE immer der Begriff, den Ärzte verwenden, wenn eine Frau nicht in das typische PCOs Bild passt (also kein Übergewicht, keine anderen sichtbaren Merkmale, keine Insulinresistenz, kein monatelanges Ausbleiben der Periode. Das ist aber auch keine offizielle Diagnose. Medizinisch betrachtet gibt es kein leichtes PCOs. Zumal dann ja auch die Frage wäre, wo man da die Grenze zieht? Sind meine paar Kinnhärchen jetzt "echtes" PCOs oder noch die leichte Form? Das ist ja am Ende sehr subjektiv.

Ob und wann du einen Eisprung hast, kann man mit NFP sehr gut ermitteln. Dazu findest du einiges hier im Forum. Bei der symptothermalen Methode wertest du immer mehrere Anzeichen aus, die Temperatur und ein Östrogenanzeichen (Zerfixschleim oder Muttermund). Es gibt da ein sehr strenges Regelwerk. Das Forum hier befasst sich aussschließlich mit der Methode. Entscheidend isr, dass NFP immer angewandt werden kann, unabhängig davon, wie labg der Zyklus oder ob dieswr regelmäßig ist. Ob der Eisprung an Tag 18 ist oder an Tag 100 spielt dabei keine Rolle.
"beobachtend" im 31. Zyklus - #fightPCOS - 34 und aktuell noch kinder (wunsch) los glücklich :flower:
The-cycle1992
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Re: Unregelmäßige Zyklen, PCOS?

Beitrag von The-cycle1992 »

Meine PCOs Geschichte (in Kürze): Ich habe bis Anfang 20 die Pille genommen, da ich in der Pubertät mit Akne zu kämpfen hatte. Dann habe ich diese abgesetzt und hatte recht lange, wenn auch regelmäßige Zyklen. (Immer ca. 8 Wochen).

Daraufhin hat mir meine erste FA die Diagnose PCOs -gestellt (auch komplett ohne Blutwerte). Ich bin dann aug Eigeninitiative zum Endokrinologen gegangen, der bestimmte Werte gemessen hat. LH höher als FSH. Ich wurde dann auf Insulinresistenz getestet, Fehlanzeige. Da ich auch kein Übergewicht hatte, war ich ohnehin nicht der "typische" PCOs Fall. Trotz leichtem (!) Hirsutismus, den man aber kaum sieht.

Ich war dann nochmal in einem speziellen Hormonzentrum (auch immer selbst Termine vereinbart und Überweisung vom Hausarzt geholt). Die haben dann erstmalig andere Erkrankungen ausgeschlossen und auch gemeint, dass von PCOs auszugehen ist (Androgene waren damals normal, AMH aber eben erhöht). Dort wollte man mir dann Metformin verschreiben, was ich aufgrund der vielen Nebenwirkungen aber nicht wollte.

Ich habe mich dann selvst schlau gemacht, was hinter der Erkrankung steckt, wie die ganzen Hormone miteinander zusammenhängen und was das mit Ernährung, Stress usw zu tun hat. Inzwischen habe ich nahezu jeden Podcast zum Thema gehört und alles gelesen, was es dazu zu finden gibt. So bin ich dann auch bei NFP gelandet. Ich persönlich komme gut mit der Erkrankung klar mittlerweile, probiere aber immer wieder neue Dinge aus. Die Masse an Informationen erschlägt einen förmlich, vieles ist auch widersprüchlich oder es gibt keine wissenschaftliche Datengrundlage (z.b. den Tipp, PAuSCHAL auf Gluten und Milchprodukte zu verzichten).

Ich habe Zyklen von ca. 40 Tagen, immer mit Eisprung ubd einer einwandfreien Temperaturauswertung. Eben ein paar Haare im Gesicht, die ich entferne, wenn sie mich nerven. Wie "fruchtbar" ich am Ende bin, kann ich natürlich nicht sagen, habe es jetzt nie darauf angelegt. ;) generell werden die Symptome schlechter, wenn ich Stress habe, wenig schlafe, ungesünder esse.
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The-cycle1992
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Re: Unregelmäßige Zyklen, PCOS?

Beitrag von The-cycle1992 »

Zu den Werten: ich bin natürlich keine Ärztin, aber bist du sicher, dass du den Quotienten richtigrum angegeben hast? FSH/LH 2,45 würde bedeuten, dass FSH erhöht ist, das wäre bei PCOs sehr untypisch. Entscheidend ist auch wann der Wert genommen wurde im Zyklus. SHGB muss immer im Zusammenhang mit den freien Androgenen betrachtet werden. Generell sind die ganzen Werte als Laie aber nur schwer interpretierbar. Ich würde mir das immer im Detail erklären lassen und ggf nachfragen. Aber wenn die Ärztin meint, du hättesr (leichtes) PCOs würde ich nachfragen, woran sie das festmacht. Was welcher blutwert aussagr etc. Ruhig mit Fragen Löchern und gerne weitere Meinungen einholen. ;)
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