Meine FA hatte mir übrigens mal geraten, wenn ich den Eindruck habe, dass sich womöglich eine Pilzinfektion anbahnen könnte, ich dann einfach mal einen Tag (zu Hause natürlich) mit Rock und ohne Unterwäsche rumlaufen soll. Einfach, damit mal Luft an den Intimbereich kommt. Das ist ja auch so ein Problem. Ich weiß noch, als ich das letzte Mal im H & M war, um Unterwäsche für mich zu kaufen und es ungelogen im ganzen Abteil da nur ein einziges Produkt (so ein dreier-Pack) Slips gab, die aus reiner Baumwolle waren. Der ganze Rest war irgendein Synthetik-Kram, dem ich jetzt mal nicht die beste Atmungsaktivität unterstelle. Abgesehen von der Tatsache, dass da als Waschanleitung oft "30 °C" oder soger "Handwäsche" steht. Naja, da ist meiner Meinung nach dann die ein oder andere Infektion auch sehr begünstigt...
Naja, und die künstlichen Hormone zur Verhütung tragen da ja bekanntermaßen auch zu bei (indem sie beispielsweise den ph-Wert verändern...). Vor dem Hintergrund also um so unverständlicher, dass Deiner Ärztin Dir dazu rät, wenn sie eh schon festgestellt hat, dass da ein Ungleichgewicht herrscht.
BibliBiene hat geschrieben: Sie kann ja nicht wissen, dass ich schon im 10. Zyklus NFP bin, und auch nicht, dass ich meine komplette aktive Zeit zuverlässig & erfolgreich mit der Barrieremethode Kondom verhütete.
Hast Du ihr das denn nicht gesagt? Ich mein, klar, ein Hormonimplantat mag sicherer sein als ein Diaphragma. Aber mich wundert halt, dass Du sagst, Du hast die Ärztin hier aus der Liste. Dann sollte sie doch auch eher in diese Richtung beraten, aber dazu musst Du ihr das eben auch sagen!
BibliBiene hat geschrieben:Es hat mich wirklich etwas erheitert, dass die Ärztin den Namen des Gels auf einem besonderen Post-it notierte: Ein Merchandise Product eines Pillenherstellers mit der Zusammensetzung seiner Pille unten in der Ecke

Tja, das ist leider oft so. Selbst meine Schmerztherapeutin, die ich wirklich sehr schätze und für eine ausgezeichnete Ärztin halte, hat an ihrer Wand einen Werbe-Kalender eines Pillenherstellers. Notizzettel, Kugelschreiber, Schreibtischunterlagen - Behandlungszimmer beim Arzt wimmeln vor Werbegeschenken der Pharmafirmen. Dagegen ist ja auch erstmal nichts zu sagen, solange man trotzdem den Eindruck haben kann, individuell beraten zu werden. Aber dazu gehört eben auch, dass man selbst deutlich sagt, was man möchte und was eben nicht.
Als mein ehemliger Gyn mir am Anfang meiner Schwangerschaft damals recht wortlos ein paar Tablettenpackungen in die Hand gedrückt hat, bin ich damit auch erstmal losgezogen und hab erst zu Hause geschaut, was das eigentlich ist: Nestlé Materna. Ich hab die Packungen dann beim nächsten Termin wieder hingebracht und ihm gesagt, dass ich erstens der Meinung bin, mit gesunder Ernährung ausreichend versorgt zu sein und zweitens nicht der Ansicht, das Nestlé irgendetwas produziert, was gut für irgendjemanden ist und ob er sich über diese Firma schonmal informiert hat und ich mächtig entsetzt bin, dass er mit denen offenbar kooperiert. Daraufhin hat er mir dann Dinge über Nestlé erzählt, die ich selbst noch nicht wusste und mein Entsetzen wurde nur noch größer...Aber wahrscheinlich ist auch mein Anspruch, dass mein Arzt meinen Grundsätzen von Ethik folgen sollte, überzogen
Fakt ist eins: für ein gutes Patienten-Arzt-Verhältnis ist es immer wichtig, dass man miteinander redet. Und wenn man dann feststellt, dass man nicht auf einen Nenner kommt, dann sollte man eben wechseln. Hab ich dann auch gemacht, wobei diese Nestlé-Geschichte nur ein Aspekt von vielen war...
Vielleicht sprichst Du nochmal mit Deiner Gyn und sagst ihr ganz klar, was Du Dir vorstellst. Dann wird sie Dich womöglich auch anders beraten.