Mein Mann (30) und ich (32) versuchen nun seit bald 2 Jahren unser Glück, doch bisher soll es einfach nicht sein.
Rund um uns werden alle ungeplant (oder sogar ungewollt!) schwanger und wir müssen zusehen. Sämtliche Untersuchungen belegen, dass eigentlich alles bei uns in Ordnung ist und es keinen Grund gäbe warum es nicht klappt.
Zu Beginn dieses Jahres teilte mir eine meiner besten Freundinnen mit, dass sie schwanger ist, nachdem mir auffiel, dass sie nicht mehr raucht. Ich war völlig perplex, da sie ca 2 Monate vorher aufgehört hatte zu verhüten. Ich sagte ihr dass ich mich für sie freue, aber nun doch etwas Abstand brauche um das alles zu verarbeiten. Auf der Arbeit musste ich weinen, wenn ich sie sah und schlussendlich einige Tage in den Krankenstand gehen, weil ich ein Wrack war...
Vor der Schwangerschaft fuhren wir immer zusammen zur Arbeit, dass habe ich dann natürlich gelassen und sie immer wieder auf sie nächste Woche vertröstet. Per WhatsApp und am Arbeitsplatz versuchte ich immer wieder Kontakt zu halten (wenn auch nur oberflächlich) und habe mich immer wieder erklärt. Als ich endlich dachte, nun hätte ich es geschafft, gab sie ihre Schwangerschaft bei der Arbeit bekannt (zeitgleich mit einer weiteren Kollegin) und ich war wieder am Ende und verließ die Sitzung gleich nach dem Ende.
2 Tage später versuchte ich mit meiner Freundin zu sprechen und ihr alles zu erklären (bzw. ich hatte ihr zuvor eine Brief geschrieben, den ich ihr bringen wollte inkl Babystrampler) Sie sagte nur, sie wolle das nicht. Sie blockte total ab und gab allein mir die Schuld an allem und sagte quasi ich wäre "DAS BÖSE". Außerdem kamen einige Tiefschläge von ihr wie etwa "du musst dir dringend jemanden zum Reden suchen" und "wenn's denn bei die einmal klappen sollte... ". Von ihrer Seite aus gibt es kein bisschen Verständnis für meine Situation. Sie warf mir dauernd vor, die Freundschaft wäre mir egal und ich sei falsch, weil ich mich nicht wirklich für sie freuen würde. Das sei eine Lüge... etc etc.
Im Prinzip hat sie mir die Freundschaft gekündigt.
Nun zu meinen Fragen:
Gibt's noch jemanden, der sowas erleben musste? Findet ihr das fair und gerechtfertigt? Ich meine, sie wusste von Anfang an vom unerfüllten Kinderwunsch und ich habe mich immer wieder versucht zu erklären.
Meiner Meinung nach habe ich alles getan was ich konnte (Entschuldigungstechnisch). Wie seht ihr das? Soll i da noch weiter was machen? Weil eigentlich will ich gar nicht mehr, es kamen einige Kommentare von ihr die einfach unter der Gürtellinie waren! Und ich habe ihr in dieser Zeit des Abstands immer wieder mal Geschenke gemacht oder sogar Lavendelkekse gegen Übelkeit gebacken, also von mir kam immer nur Positives außer eben, dass ich mich zurück zog.
Nun ja, eigentlich bin ich mir nicht sicher ob ich diese Freundschaft noch will, eher nicht! Wie würdet ihr das handhaben?
Jetzt bin ich mal gespannt, ob den Roman jemand liest und ich eine Antwort von euch bekomme!
Ganz liebe Grüße!
