Hui, hier ist ja einiges passiert seit gestern
DeDanny: Ich drücke dir die Daumen, dass dein Gefühl dich trügt und du schon dieses Wochenende einen positiven Test hast!
Normalerweise wollte ich mir als Neuhibblerin vornehmen, etwas abzuwarten und eher später als früher zu testen, aber ich denke, falls nötig, werde ich diesen Vorsatz diesen Zyklus über Bord werfen und vielleicht schon an HL 10 testen oder so wegen Weihnachten und besagtem Alkoholthema. Weiß aber auch nicht so genau, ob das schlau ist. Wenn er negativ ist und dann zwei Tage später positiv, habe ich ja irgendwie auch nichts gewonnen, außer einen SST verbraten. Keine Ahnung, da habe ich ja überhaupt keine Erfahrungswerte...
Dani: Ja, du hast absolut Recht, dass man sich rechtfertigen muss, wenn man keinen Alkohol trinkt, ist schon irgendwie Wahnsinn

Eigentlich sollte es eher andersrum sein, einfach weil jeder weiß, dass es schlecht für einen ist. Aber Alkohol trinken ist so tief in unserer Gesellschaft verankert und gehört so sehr zu Festlichkeiten dazu, das ist echt verrückt. Ich trinke schon gerne mal was, weil mir ein Sekt oder ein gutes Glas Rotwein schon einfach schmeckt, aber es nicht zu tun ist dann immer gleich ein Statement. Schon krass...
Tortentante: Meine Schwester hat auch solche Migräneanfälle mit Aura, Sehstörungen usw. und eine Sache, die ihr direkt geraten wurde zu lassen, sind Hormone, sprich Pille. Da habe ich sie glatt zu NFP gebracht

Aber ist ja gut, wenn es dich nicht allzu sehr beeinträchtigt.
Denise: Ich fiebere mit dir und bin sehr gespannt
Lydi: Lieben Dank noch für deine Beileidsbekundung!
Ich bin ja wirklich schockiert, wie du in deiner KiWu-Praxis behandelt wurdest

Unerfüllter Kinderwunsch ist so ein sensibles Thema und wenn man schon häufig nicht die nötige Diskretion und Einfühlungsvermögen in seinem persönlichen Umfeld erlebt, dann muss das doch in der KiWu so sein, wo man denkt, das sind Profis! Also wirklich, ich bin ohne Worte. Ich habe natürlich keine Ahnung von dem Thema, aber ich wünsche dir sehr, dass du eine andere Lösung findest, als diese unmöglichen Leute. Man wirft denen ja auch noch Geld in den Rachen und dann muss man sich so behandeln lassen?! Also nee wirklich
Fredi: Lieb, dass du fragst! Du hast so viele eigenen Sorgen und hast trotzdem noch ein Auge/Ohr für alle anderen hier, das ist wirklich nicht selbstverständlich. Ich danke dir dafür!

Und ich finde es toll, wie stark du über deine Ehe redest! Hört sich wie eine richtig gute Partnerschaft an, wo man sich gegenseitig unterstützt und gemeinsam die Herausforderungen angeht und nicht allein.
Mir gehts tatsächlich wieder halbwegs gut. Mich hat es vor allem fertig gemacht, also ich wusste, dass es meiner Oma sehr schlecht geht und sie so viel alleine ist. Die Pfleger haben bestimmt immer wieder nach ihr geschaut, aber mit den vielen Coronafällen auf der Station hatten die mit Sicherheit alle Hände voll zu tun und diese Vorstellung, dass meine Oma alleine in ihrem Zimmer liegt und in dem Glauben stirbt, alle hätten sie verlassen, fand ich unerträglich. Jetzt, wo sie nicht mehr lebt, weiß ich, dass sie erlöst wurde und dafür bin ich auch dankbar. Die Beerdigung ist erst am 5. Januar...
Zum Thema Adoption: Nein, ich weiß da leider nichts drüber, ich hab mich überhaupt nicht mit dem konkreten Organisatorischen beschäftigt. Ich habe aber auch schon gehört, dass das ein sehr langwieriger Prozess ist. Für mich wäre es aber nach wie vor eine Option langfristig gesehen, unabhängig davon, ob ich irgendwann ein eigenes Kind bekomme oder nicht. Ich fürchte, ich habe meine Meinung aus "egoistischen" Gründen geändert, einfach, weil der Wunsch nach einem eigenen Kind, das in meinem Bauch heranwächst, und eine Schwangerschaft zu erleben, so überwältigend war/ist und ich die letzten Monate zum Teil schlaflose Nächte hatte, weil der Wunsch so stark geworden ist und ich ihm aber noch nicht nachgeben konnte. Es gibt rational gesehen halt schon gute Gründe, keine eigenen Kinder zu bekommen (Klimawandel, Überbevölkerung etc.), aber auch ich bin nur ein Mensch mit Gefühlen und Wünschen und so habe ich mich ein wenig von meinem Idealismus verabschiedet. Die Vorstellung, einem anderen Kind ein Zuhause und eine Chance zu geben, finde ich aber immer noch sehr schön und deswegen halte ich daran erstmal fest

Ich verstehe aber natürlich, wenn das nicht für jeden was ist, auch weil man Angst hat, dass man das Kind nicht wie sein eigenes lieben kann.
Juki: Wie schön! Ich freue mich, auch deine Geschichte ein bisschen kennenzulernen
So, habt alle einen schönen Abend!
