Lara8 hat geschrieben: ↑Montag 31. Januar 2022, 10:43
liebe Klapperstorch
Danke von Herzen für deine wertvolle Meinung, das hat mir gerade gut getan. Ja ich muss definitiv einen Weg finden, wie ich gelassener werden kann, ich versuche ja schon sehr viel, gehe in die Hypnose, Coaching, Akupunktur, meditiere.. und in den letzten Monaten ging es mir auch viel besser. Aber wenn der Druck dann so ansteigt, dann verliere ich komplett die Nerven wie in diesen Tagen und da merke ich, dass ich wohl doch noch nicht so weit bin. Ich hab mir vorgenommen, dass wenn ich für morgen absage, ich mir diese 2-3 Wochen bis zum nächsten ES so nutze, um wirklich runterzukommen und mich mental auch auf diesen Schritt einzulassen. Ich merke einfach, dass ich mental noch nicht so weit bin diesen Schritt zu gehen, auch wenn ich weiss, dass ich "muss". Ev. mache ich diese Hypnose, die Schneeflocke gepostet hat, habs mir angeschaut und finde das sehr gut.
WIe kamst du denn zu mehr "Entspannung"? Und was ist bei euch das "Problem"? hab gelesen schwankende Qualität, aber wie wurde das festgestellt? Und was ist die Immunisierung, die du nun machst? Sorry für die vielen Fragen...
Freut mich wenn ich helfen konnte

Wir können das alle sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst. Ist bei mir genauso, dass ich in den Pausen entspannenter bin und zur Behandlung zieht das an. Das ist völlig normal, da hängt ja auch wahnsinnig viel dran.
Ich hab keine Ahnung wie ich hierhin gekommen bin

im Herbst letzten Jahres, nach der negativen Kryo war ich felsenfest davon überzeugt dass wir aufhören mit allem. Ich wollte einfach das alles nicht mehr. Und da hab ich die Mädels hier auch echt in Anspruch genommen, sowas entscheidet man nicht einfach mal. Das alles ist n Prozess und das einzige was mich dadurch getragen hat war Zeit. Die lange Zeit die das alles schon geht, die Erfahrungen die ich so gesammelt habe, der Austausch insbesondere hier und irgendwann auch die Gedanken darüber dass auch ein Leben ohne Kind schön werden kann. Dieser Gedanke tut trotzdem sehr weh und noch kann ich mir das nicht so richtig vorstellen, aber ich kann es nicht ändern und irgendwann ist der Punkt gekommen wo ich wieder wichtiger bin als der Kiwu, mein Mann, unsere Ehe. Wo der Kiwu keine Rolle mehr spielt und unser Leben beeinflusst. Ich muss zugeben das ist ein recht tröstlicher Gedanke diesen riesen Ballast abzuwerfen.
Mittlerweile bin ich auch insgesamt viel offener geworden mit der ganzen Sache, bin total stolz dass ich letzte Woche eine Einladung für Freitag abgesagt habe wegen der Behandlung in Göttingen. Sonst habe ich mir immer ausreden einfallen lassen, auch wenn die meisten im Umfeld bescheid wissen.
Ich glaub es hilft ungemein sich sachlich mit dem Thema auseinander zu setzen, das geht aber nur außerhalb einer Behandlung, währenddessen ist man zu emotional und im Tunnel
Wir haben keine richtige Ursache. Die SG meines Mannes schwanken, sind für icsi aber immer ausreichend. Die schwankende Qualität der eizellen ist mehr ne Art ausschlussdiagnose und etwas abgeleitet von teilweise mäßigen Befruchtungsraten. Wurde nach dem Klinikwechsel aber besser, lag also vllt auch am Labor.
Die Immunisierung ist jetzt so der letzte Strohhalm, obs da Probleme gibt kann man nicht untersuchen. Google mal nach partnerimmunisierung, da gibts n Bericht in der Apothekenumschau, der erklärt das ganz gut.
So, erstmal genug geschrieben
