Hallo zusammen!
Ich habe bei der Zyklusbeobachtung eine Sache festgestellt, wo es mich mal interessieren würde, ob hier jemand mit mehr Wissen vielleicht etwas dazu sagen kann. Screenshot ist angehängt :-)
Vorab: Es geht mir nicht um Diagnostik oder "läuft bei meinem Körper irgendwas falsch"! Mir ist bewusst, dass das völlig normale Schwankungen sind, und das stelle ich hier auch garnicht in Frage. Ich bin einfach nur ein neugieriger Mensch und interessiert am "Wieso" hinter solchen Dingen, insbesondere wenn mir ein Muster auffällt, was ich nicht als Zufall hinnehmen kann, ohne es wenigstens mal recherchiert zu haben ;) und natürlich das Verständnis über den eigenen Körper!
Kontext: Vor zwei Jahren dummerweise mit NFP geschludert und schwanger geworden, jedoch trat kurz nachdem ich es herausgefunden habe in der 7./8. SSW ein Spontanabort ein. Damit hat sich natürlich die Sorge um die ungeplante Schwangerschaft erübrigt, war aber dennoch eine traumatische Erfahrung. Deswegen habe ich mir von meiner Gynäkologin den Hormonring aufschwatzen lassen, trotz negativer Erfahrungen mit der Pille (wegen denen ich ursprünglich überhaupt auf NFP gekommen bin), weil der ja "mit viel weniger Hormonen auskommt" und "verträglicher" sei. Pustekuchen. Nach ca. einem halben Jahr das Ding wieder abgesetzt (Zyklus 1 auf dem Screenshot ist damit der erste nach dem Absetzen).
Weil mein Vertrauen in die Methode (bzw. eher in meine eigene Anwendung davon) aber noch ein bisschen gerüttelt war, hab ich mich erstmal nicht wieder an die richtige Beobachtung getraut und myNFP nur zum Periodentracking benutzt, während wir mit Barrieremethoden verhütet haben. Bis ich im verlängerten Zyklus 10 (40 Tage) wieder bisschen Schiss bekommen habe, und infolgedessen wieder mit den Messungen begonnen, um gegen diese ständig wiederkehrende Angst von "bin ich's oder bin ich's nicht" anzugehen. Funktioniert so weit auch super, was den psychologischen Effekt angeht. Und ist sowieso schonmal eine gute Vorbereitung auf die bei uns anstehende Familienplanung in (hoffentlich) den nächsten 1-2 Jahren :-)
Aber seitdem zeichnet sich dieses Muster ab, was auf dem Screenshot deutlich zu erkennen ist. Immer drei aufeinanderfolgende Zyklen, die sukzessive kürzer bzw. länger werden, und dann wieder von vorne losgehen.
Interessant finde ich auch, dass sich das Muster nach dem Ausreißer in Zyklus 10 "umgedreht" hat. Ich rechne damit, dass mein gerade begonnener Zyklus 16 dementsprechend wieder ein längerer wird. (Hätte ja so gerne die Messungen zu dem langen Zyklus zwischendrin, um zu sehen, was da eigentlich los war...)
Bei meinen früheren Zyklen vor der NFP-Pause war das nicht der Fall, die hatten eine deutlich geringere Variation (27-33 Tage) und auch ohne erkennbares Muster. (Weil's vermutlich relevant ist: ich bin (bald) 30. Wo es ja eigentlich heißt, dass die Zyklen sich da langsam aber sicher einpendeln, oder nicht?^^)
Mein Asperger-Hirn fährt natürlich total auf diese Daten ab, dass die Zyklen für sich genommen so große Unterschiede aufweisen, aber im Großen und Ganzen doch eine gewisse Regelmäßigkeit zeigen. Und das lässt mich seit Monaten nicht los :D
Hat jemand was ähnliches bei sich beobachtet? Irgendwelche Vermutungen, wie sowas entsteht? Vielleicht sogar wissenschaftliche Forschung dazu?
Freue mich auf eure Antworten :-)
Wiederholende Muster in Zykluslängen-Variation
Wiederholende Muster in Zykluslängen-Variation
- Dateianhänge
-
- Screenshot_20260705-123825.png (108.5 KiB) 31 mal betrachtet