Ich bin seit einiger Zeit stille Mitleserin in ein paar Threads. Mein Partner (bald 39) und ich (30) versuchen bisher seit über einem halben Jahr, schwanger zu werden. Er muss relativ starke Medikamente wegen einer Autoimmunerkrankung nehmen, von denen man weiss, dass sie die Spermienqualität beeinträchtigen können. Ich selbst hatte bis davor die Pille genommen und seit dem Absetzen relativ regelmässige Zyklen (27-33 Tage) und nehme zur Unterstützung/Stabilisierung Mönchspfeffer.
Die fruchtbaren Tage hatten wir in den Monaten bis auf einmal immer „getroffen“, ich hatte auch schon die „Fertililly“ besorgt, in der Hoffnung, falls die Spermien zu wenig wären, sie damit ein bisschen zu unterstützen.
Wir trinken beide selten Alkohol, rauchen nicht, bewegen uns regelmässig (er sehr viel, ich ab und zu, aber beide Normalgewicht).
Unregelmässigkeiten im Alltag habe ich durch Schichtdienst, mal Früh, Spät, Nacht, und relativ lange Arbeitszeiten, aber „gestresst“ fühle ich mich dadurch nicht, bisher nehme ich mir genug Zeit zum entspannen…
Ich bin sehr unsicher, wann wir eine Abklärung machen lassen sollten. Ich weiss, dass ein Jahr vollkommen normal wäre, aber ich habe Sorge, dass es sehr lange dauert, bis man einen Termin bekommt, und auch von der Zeit, die es für die einzelnen Schritte braucht -erstmal würde ein Spermiogramm anstehen, und je nachdem wäre der erste Schritt wahrscheinlich eine IUI- habe ich keine Vorstellung.
Aufgrund seines Alters habe ich da etwas „Angst“, dass das alles sehr lange dauert, weil wir uns mehrere Kinder wünschen, und ich irgendwie Angst habe, dass wir uns zu spät um eine Abklärung kümmern. Andererseits möchte ich uns auch nicht jetzt schon „Druck“ machen, weil es noch Hoffnung/Chancen gibt, dass es doch noch klappt, einfach noch etwas dauert…
Ich bin sehr beeindruckt von der Kraft, die einige von euch haben. Und im Gegensatz zu dem Alltag, wo ich mich eher unwohl fühle, wenn es um das Thema mit anderen Frauen geht (vor Allem, wegen zwar der Freude für die anderen, wenn es bei ihnen klappt, aber der Enttäuschung/Unsicherheit, warum es bei uns nicht funktioniert, ob es funktionieren wird…), fühle ich mich hier im Forum eher ok mit dem Thema. Ich wünsche mir schon seit vielen Jahren Kinder, und obwohl ich mich natürlich auch damit auseinandergesetzt habe (bzw wir uns), was es für uns bedeuten würde, wenn es nicht sein soll, möchte ich die Hoffnung noch lange nicht aufgeben.
Ich wäre sehr froh, wenn die ein oder andere ihren persönlichen Ratschlag hätte, vielleicht aus eigener Erfahrung, wann wir den nächsten Schritt machen sollten. Man ist einfach so unsicher….
Ganz liebe Grüsse
