Klusi Herzlich Willkommen

Auf eine kurze Reise hier mit uns!
CaKaFi Tut mir sehr leid, dass du zwei Sternchen gehen lassen musstest!
CaKaFi hat geschrieben: ↑Donnerstag 9. Juni 2022, 13:43
Wir wussten zwar nur eine einzige Woche von dem Baby, aber die war wunderschön und hat sich ewig angefühlt. Wir haben dann direkt weiter gemacht und das hat mir die Laune verbessert und neuen Mut gegeben.
Ja, die Zeit ist dann so intensiv. Alles ist anders. Schön, dass dir das Weitermachen Mut gegeben hat! Die Reaktion meines Partners war auch in der Art. Und ich hätte davor echt gedacht, dass mein Impuls auch in die Richtung geht. Aber so war es nicht. Ich wollte kein anderes machen. Ich wollte das zurück, was ich verloren hatte... Es fiel mir super schwer mich nochmal auf Intimität einzulassen. Klar, auch wegen der Depression. Aber ich war auch einfach so verletzt innerlich, dass ich das so schnell nicht hinter mir lassen konnte. Inzwischen ist das zum Glück noch mal besser.
CaKaFi hat geschrieben: ↑Donnerstag 9. Juni 2022, 13:43
Bei der MA in der 8. SSW könnte ich jetzt noch heulen, wenn ich dran denke, wie ich mich gefühlt habe, als ich da kurz vor der OP so rumlag und auf den Arzt gewartet habe. So alleine und leer hab ich mich noch nie gefühlt. Hab das Gefühl gehabt, dass sie mir gleich einen Teil meiner Seele wegnehmen würden. Die Diagnose selbst war natürlich auch sehr traurig, aber ich hatte es schon ein paar Tage vorher im Gefühl. Auch danach haben wir direkt weiter gemacht.
Das glaube ich dir auf's Wort, dass du dieses Gefühl hattest. Ich kann nur erahnen, wie schlimm das gewesen sein muss. Wahnsinn, dass du es gepackt hast, direkt weiter zu machen. Ich glaube, nachdem ich jetzt weiß, wie mich das rupft, bräuchte ich lange Zeit, bis ich das noch mal angehen könnte.
CaKaFi hat geschrieben: ↑Donnerstag 9. Juni 2022, 13:43
Ich hab bei beiden Sternchen alles was ich von den SS hatte schön in Schachteln in Geschenkpapier gepackt mit schöner Schleife und den 'Sterbedaten'. Hab sie in dem Jahr an Weihnachten unter den Baum gestellt, damit sie symbolisch bei uns sind. Jetzt dieses Jahr mit Felix hat es sich irgendwie komisch angefühlt und ich habs weggelassen. Aber manchmal hol ich die Päckchen vor, wenn ich an dem Aufbewahrungsort was hole und red ich mit ihnen und dann fließt immer noch ein Tränchen
Das ist schön, wie du ihnen einen Platz gibst! Aber natürlich auch traurig. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich das mit Felix etwas seltsam anfühlt. Aber vielleicht ist es, bis auf die Momente, wo du was aus dem Aufbewahrungsort holst, auch einfach okay inzwischen.
Fühl dich gedrückt, wenn du magst! Und vielen Dank, dass du deine Erfahrungen geteilt hast!
FridaK hat geschrieben: ↑Freitag 10. Juni 2022, 08:37
Claire-Hellen tut mir sehr leid von deinen Erfahrungen zu lesen, fühl dich gedrückt wenn du magst.

Was studierst du denn wenn ich fragen darf? Bin auch seit April wieder am studieren aber eben auch nebenher arbeiten. Bisher hab ich leider noch keine gute Routine gefunden
Danke dir! Das ist lieb! Den Drücker nehme ich.

Ich studiere Psychologie. Und zuvor hab ich Human- und Molekularbiologie studiert. Aber nur den Bachelor gemacht. Nebenher arbeiten ist übel. Gerade mit dem Bachelor- Master-System ist das einfach nimmer schön. Ich kämpfe auch schwer um meine Routine

Klappt nicht immer. Aber aktuell läuft es gut. Welches Fach studierst du denn?
Krass, dass deinen Neurologin dich da nicht richtig unterstützt!

Ich habe ja auch viel mit Migräne zu kämpfen. Allerdings unabhängig vom Zyklus. Daher kenne ich mich jetzt nicht so konkret aus. Aber wenn du magst schreib doch mal, was du schon so probiert hast. Vielleicht hab ich noch eine Idee.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei der Heilpraktikerin. Mit den Globulis bin ich ganz bei dir. Aber ich hab auch schon die Erfahrung gemacht, dass die einfach mal nen anderen Blick auf bestimmte Erkrankungen oder gesundheitliche Probleme bieten. Es ist zumindest einen Versuch wert!
Cori0110 hat geschrieben: ↑Freitag 10. Juni 2022, 09:31
Claire-Hellen deine Geschichte treibt mir die Tränen in die Augen, es tut mir leid, dass du so alleine mit dem Thema warst. Fühl dich gedrückt,wenn du möchtest.
Danke auch dir! Ja, den Drücker nehme ich auch!
Mine1408 hat geschrieben: ↑Freitag 10. Juni 2022, 09:37
Fühl dich gedrückt, Liebes
Das Thema ist im Allgemeinen auch für das Umfeld nicht einfach. Ich bin auch immer wieder hin und her gerissen, zwischen der Trauer und dem Frust aber auch mit dem Versuch für das Umfeld Verständnis aufzubringen. Ich denk mir oft: wäre ich nicht direkt betroffen, würde ich vielleicht auch weniger Feinfühlig reagieren.
Danke dir! Ja, das mag gut sein. Ist ja auch kein Thema, dass man an einem Grillabend oder Familienfest so als Schwank raushaut und sich mal locker austauscht. Das Thema findet nicht viel statt. Und dann kann auch keine Sensibilisierung entstehen. Anfänglich wollte ich es niemandem erzählen. Aber inzwischen könnte ich vielleicht besser damit umgehen.
Mine1408 hat geschrieben: ↑Freitag 10. Juni 2022, 09:37
Ich hatte in den letzten 1,5 Jahren 2 Fehlgeburten und eine Stille Geburt...und ich muss leider sagen, dass es nicht leichter wird. Ich hab mir immer eingebildet, dass ich das ganze gut verarbeiten kann und einfach weiter machen kann wie bisher....bis mich dann auch eine depressive Episode im April förmlich erschlagen hat und seitdem steh ich richtig neben mir. Die dritte Fehlgeburt ist nun 4 Monate her und gefühlt ist seitdem nichts mehr wie es war. Jegliche Hoffnung und Wünsche haben sich zerschlagen und aktuell ist das Kinderwunsch Thema so weit weg, dass wir nicht wissen ob wir dahin zurück finden...keine Ahnung, Ich fühl mich leer und manchmal denke ich inzwischen, dass ich jegliches Gefühl verloren habe und komplett neben mir stehe, wie ein Beobachter meines eigenen Lebens.... vielleicht ist es auch der pure Selbstschutz.
Das tut mir sehr leid!

Ich habe auch schon befürchtet, dass es eher nicht leichter werden wird. Wäre auch irgendwie seltsam, wenn sich bei so einem Thema ein Gewöhnungseffekt einstellen würde. Deine Gefühle kann ich, wenn auch nur aus anderen Kontexten, gut nachvollziehen. Natürlich kann ich nicht wissen, wie es tatsächlich in dir aussieht. Aber immer, wenn ich so einen Emotionsverlust und eine gewisse Depersonalisation, also das Erleben des eigenen Lebens von einer Beobachterstelle aus, empfunden habe, dann war es aus dem Gefühl heraus, etwas nicht mehr ertragen zu können. Und deshalb den größtmöglichen Abstand herzustellen, um nicht kaputt zu gehen. Das ließ sich aber oftmals nur in der Retrospektive erklären. Denn in dieser Situation und in diesem Erleben hat man den Zugang nicht mehr.
Hast du eine TherapeutIn, die dich begleitet? Wenn nicht, wäre das vielleicht ein Versuch wert, dich darin nicht zu verlieren.
Mine1408 hat geschrieben: ↑Freitag 10. Juni 2022, 09:37
Schau mal hier im Forum, wir haben auch einen extra Faden für das Hibbeln im Kontext Fehlgeburten....vielleicht magst du zu uns stoßen?
Danke für das Angebot, aber ich mag mich nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigen. Also für mich, und mit meiner Therapeutin, und dass ich es jetzt hier einmal erzählt habe, ja. Aber nicht in einem extra Forum als "Dauerthema". Ich weiß von mir, dass ich hier nicht den nötigen emotionalen Abstand aufrechterhalten kann. Und das würde mich sehr wahrscheinlich eher instabil machen.
Aber trotzdem Danke für das Angebot!
Vielen Dank für eure Erfahrungen!

Ich wünsche uns allen ganz schnell Erfolg und einen schönen, sonnigen Samstag!
