Habe jetzt mal in meinem Praxisbuch (korrigierter Nachdruck 2013) in den Stillregeln nachgesehen (in ein paar Monaten brauche ich die ja auch

). Ich ahnte schon, dass wie in den Wechseljahren der ZS als prospektives, oder sogar phasenweise als alleinig auswertbares Zeichen eine besondere Rolle einnimmt. Darin wird das sog. "Grundmuster der Unfruchtbarkeit" beschrieben, das ist gleichförmiger ZS über mind. 3 Wochen hinweg. Das ist bei Dir zwar noch sichtbar (S-Schleim), da allerdings die Geburt schon 9 Monate zurückliegt, LAM nur für die ersten 6 Monate gilt, Du ja wieder täglich misst und die Tempi wieder phasenweise ruhig verläuft, würde ich mich auf diese Sonderregeln und nur dem ZS nicht mehr verlassen. Angesichts der vermeintlichen Hochlagen wäre die Frage von Caroca nach Deinen alten, gewohnten Tempi-Niveaus interessant. Warst Du damals schon eher "kaltblütig"?
Und tatsächlich schreibt sogar das Praxisbuch zu der bei Dir vorliegenden Situation: "Gelegentlich beobachten Frauen in der Stillzeit auswertbare Temperaturhochlagen, auf die jedoch keine Blutung folgt. Deshalb sollten Sie [...] weiterhin Tag für Tag die Temperatur [...] messen. Sollte die Temperatur vorher wieder auf das TL-Niveau absinken, ohne dass eine Blutung einsetzt,
müssen Sie sofort wieder Fruchtbarkeit annehmen und den Temperaturanstieg neu bestimmen".
Also weiterhin Tempi messen und auch beim ZS die Geduld nicht verlieren, auch hier täglich protokollieren, um Veränderungen festzuhalten.
Ansonsten gilt post partum: ein neuer Zyklus beginnt erst a) nach einer Temperaturhochlage
und b) bei einer darauffolgenden Blutung in gewohnter Stärke. Nicht aber nur nach einer HL ohne Blutung.
Mit Trackle als Thermi in Zyklus Nr. 60+.
Verhütung bis Nr. 54. – ☆ in Nr. 55, Juni '18. – Schwanger in Nr. 58, Geburt im Juni '19.