Hallo Ihr Lieben,
Ihr seid alle soooo lieb. Danke.

Auriane; danke

Ja es ist überstanden.
So mancher Arzt wird sich kringelig über meine Angst gelacht haben. Aber ich hatte noch nie eine Narkose und das war das wovor ich mich am meisten gefürchtet habe. Ich hatte Glück, eine Freundin hat mich begleitet. Sie war da, bis ich in den OP musste. Die waren alle sehr nett, von der Schwester bis zu den Ärzten. Ich war sehr aufgeregt, habe es aber einfach über mich ergehen lassen, musste ja. Komisch war das mit dem Schmerzmittel. Sie sagten, ich bekäme jetzt ein Schmerzmittel und es könnte sein, dass mir schwindelig werden würde. Das wurde es auch, alles drehte sich. Ich versuchte, so wie man mir sagte, an etwas Schönes zu denken und dann war ich weg ohne es zu merken. Dann stand jemand neben mir im Aufwachraum. Ich war so froh, es überstanden zu haben und habe in einer Tour gequasselt. Dann wurde ich aufs Zimmer gefahren. Wenn ich das jetzt mit dem Selbstversuch vergleiche; Hochwahnsinn. Sowohl die Schmerzen, als auch das viele Blut und dass mir so schlecht wurde... In dieser Klinik habe ich 2010 entbunden. Die machen nichts anderes, eine reine Frauen- Geburts- und Kinderklinik und arbeiten eng mit der Uniklinik zusammen.
Das Gespräch mit meinem Freund war nicht schlimm. Natürlich war er sehr überrascht, hat aber verstanden, dass durch die getrennten Urlaube usw. auch ein zeitliches Problem war. Ich meine in seinen Augen sogar so etwas wie Trauer gesehen zu haben. Er wollte wissen, warum das Kind gestorben sei. Das konnte ich nicht beantworten. Wir haben dann auch noch mal über den Kinderwunsch gesprochen, er zeigte sich zwar unschlüssig aber er bestätigte seine damalige Zustimmung und ich sagte, dass ich trotz allem immer noch ein zweites Kind will. Er hat es nicht direkt ausgesprochen; aber ich spüre es; er ist schon einverstanden und es wird vielleicht sogar so, wie ich es mir immer gewünscht habe, dass wir das richtig gemeinsam angehen. So traurig es ist, aber ich habe mir seit der Diagnose immer gewünscht, den Sinn hinter dem ganzen zu verstehen, außer, dass der kleine Körper vielleicht irgendetwas hatte, was ein gesundes Leben ausschließt. Nach meinem Gefühl wollte die kleine Seele wohl, dass wir beide hier das zunächst klären und sie von Anfang an von beiden herbeigesehnt wird. Vielleicht ist das 2. Kind eben ein ganz besonderes Sensibelchen. Wer weiß. Auf jeden Fall geht mein Freund sehr sorgsam mit mir um, ist ganz lieb.
Am Tag nach der OP; mir ging es gut, habe ich den Kleinen in den Kiga gebracht, konnte ich dort fast nicht mehr weg, mir hat es den Kreislauf zusammengehauen. Das war zu viel. Erst als die 24 h nach Narkose vorbei waren, wurde es besser.
Die Klinik arbeitet in solchen Fällen hier mit dem Hospizverein zusammen. Wenn die Histologie gemacht ist, wird das Krümelchen dorthin überstellt und in einem Sammelgrab beigesetzt. Ein schöner Gedanke, dass es kein Klinikmüll ist.
Ich fange mich schon wieder und glaube fest daran, dass wir alle hier aus dem Forum glücklich davonkugeln. Euch allen ein schönes Wochenende!