ich habe mich sonst im "Hibbeln Ü35-Thread" rumgetrieben aber auch dort schon lange nichts von mir hören lassen.
Mein Mann (33) und ich (37) versuchen nun seit 3 Jahren schwanger zu werden. Auf dem natürlichen Weg (nfp-Unterstützung) hat es leider nicht geklappt, also haben wir irgendwann Hilfe in eine KiWu Klink gesucht. Dort haben wir es zunächst mit Hcg-Auslösespritzen versucht, allerdings ohne Erfolg. Bei uns beiden ist angeblich alles in Ordnung, auch diesen Postkoitaltest haben wir gemacht. Dennoch will es irgendwie nicht klappen.
Unsere Ärztin riet uns zu einer IVF, welche ich auch gerade hinter mir habe. Meine Vorstellung/Hoffnung dabei war immer, dass ich die komplette Behandlung vielleicht nur einmal über mich ergehen lassen muss und danach vielleicht noch 1-2 Kryozyklen versuchen könnte. Leider war das nur eine Wunschvorstellung

Die Hormonstimulation war am Anfang sehr schwierig für mich und auch die ständigen Ultraschalls haben mir ziemlich zugesetzt weil ich diese immer nur morgens machen lassen konnte und Ausreden für die Arbeit erfinden musste.
Meine Eizellen wuchsen sehr langsam aber bei der Punktion letzte Woche Donnerstag konnten schließlich doch 9 (laut Ärztin super) Eizellen entnommen werden. Ich war total happy, weil ich schon befürchtet hatte, dass nur sehr sehr wenige rauskommen und diese dann vielleicht gar nicht geeignet sind. Auch das Spermiogram war in Ordnung.
Vor der Entnahme hatte ich große Angst, aber zum Glück merkt man vom Eingriff an sich ja nicht viel. Ich habe auf der Arbeit nur gesagt dass ich eine OP hätte und habe mir danach dann ein paar Tage frei genommen. Blöderweise hat mich dann am Abend nach dem Eingriff noch eine dicke Erkältung erwischt, so dass es mir tagelang zeimlich schlecht ging. Am Freitag kam dann der erste Schock - von den 9 Eizellen ließ sich nur eine befruchten




Gründe konnte mir die Ärztin nicht nennen, sie war nur selber sehr überrascht, da Eizellen und Spermiogram so gut ausgesehen hätten. Als nächstes würde sie eine ICSI vorschlagen aber ich bin wirklich sehr unsicher. Die ganze Behandlung war für mich sehr stressig, unnd ich wollte das ganze eigentlich nicht nochmal machen. Allerdings fällt es mir auch nicht leicht den Kinderwunsch aufzugeben. Ich habe nur Angst, dass etwas mit meinen Eizellen nicht stimmt, und wir von vornherein keine Chance haben.
Hat jemand von euch was ähnliches erlebt? Wie habt ihr euch zum weitermachen motiviert? Wie macht ihr das auf der Arbeit (das erzeugt bei mir großen Stress)?
Ich habe auch schon über Adoption nachgedacht, weil ich einfach auch zu große Angst vor weiteren Enttäuschungen (vielleicht kann es eh nie klappen; vielleicht klappt es ja irgendwann und es ist dann nicht gesund oder wird eine Fehlgeburt) habe und auch immer schon ziemliche Angst vor der Geburt hatte/habe. Mein Mann würde es aber gerne weiter versuchen.
Sry für den Roman, ich musste mir das mal von der Seele schreiben.
