Hallo ihr Lieben,
jetzt komme ich viel später als geplant dazu mich hier mal wieder zu melden.
Und leider werde ich es nicht schaffen auf jeden einzugehen - ich bin ehrlich: Ich habe den Faden etwas verloren und komme auch nicht mehr bei jedem hier mit.
Erstmal
Fusel, auch wenn es bereits einige Tage her ist, tut es mir so Leid, dass euer Zyklus und die IUI nicht erfolgreich waren

Die Situation ist sicher für jeden einfach schlimm, aber als Selbstzahler ist das sicher noch mal ne Spur krasser, weil es einen zusätzlichen stark belastenden Faktor gibt.

Es klingt aber inzwischen, dass du mit neuem Mut in den nächsten (aktuellen) Zyklus startest und auch, dass es selbst für den (hoffentlich nicht) danach folgenden Zyklus bereits einen Plan gibt, ist sicher nicht schlecht. Was bewirkt denn Letrozol?
Bambi, herzlichen Glückwunsch zum positiven Test!

Ich drück dir sehr die Daumen, dass die Striche jeden Tag stärker werden und sich das Krümelchen, das sich da offenbar befindet

, ganz arg festhält bei dir.
Finja, das ist einfach schön, dass alles so gut aussieht!!

Du hast so einen langen Weg bereits hinter dir - deine Schilderung deiner Gefühle ist so nachvollziehbar und berührend. Es muss überwältigend sein. Und dass die Gefühle auch schwanken, ist normal. Genieße die positiven und nimm die nicht so guten an, auch sie gehören zum Weg.
Jaleyja, ich kann deine Freude verstehen, dass du bereits einen ES hattest und deinen Stolz auf deinen Körper.

Mir ging es ganz ähnlich mit dem Gefühl, was mein Körper alles quasi alleine geschafft und wieder reguliert hatte. Da kann man wirklich stolz sein. Auch wenn es nicht geklappt hat und sehr traurig ist: Wir sind trotzdem ein Wunder!
Vivo, wie schön, dass bei dir auch alles zeitgerecht und einfach alles gut ist!

Das klingt einfach fantastisch! Ich hoffe, dass es dir auch dementsprechend einfach nur gut geht und du all das richtig genießen kannst
Rina, vielen Dank für deine lieben Worte (vor vielen Tagen

)!

Es klingt wirklich frustrierend, dass ihr so "vertröstet" werdet in eurer Klinik und dass es sich so zieht mit dem Aufklärungsgespräch. Da wo Fusel "überaufgeklärt" wird, wirst du nicht mal ansatzweise gescheit versorgt.

Du hattest geschrieben, dass ihr Ende März noch einen Termin in einer anderen Klinik habt. Wann ist dieser denn? Ich hoffe sehr, dass ihr euch dort mehr ernst genommen fühlt und euch der Termin weiter hilft. Könntest du dir auch einen Wechsel vorstellen?
Es klingt auch gut, was du von eurer Auszeit in dem abgelegenen Hotel geschrieben hast. Solche "Auszeiten" (besser gesagt überhaupt mal wieder eine Art "Urlaub") sehne ich mir auch sehr herbei. Aktuell versuchen wir zuhause und mit Ausflügen in die nähere Umgebung uns die Zeit so gut und schön wie möglich zu gestalten.

Und es ist auch so, wie du geschrieben hast: Wir bzw. insbesondere ich können diese Pause auf jeden Fall genießen und ich merke enorm, wie gut sie mir tut. Kein Überlegen, wann man testet, keine Angst vor der sinkenden Tempi (bzw. die habe ich mehr oder weniger trotzdem, weil ich immer wieder das Gefühl habe, dass mit meiner Tempi auch unabhängig von einer möglichen SS etwas nicht stimmt, weil sie so unglaublich niedrig ist), keine Sorge, ob der Strich, der gestern noch da war heute weg ist etc. Also ja: Es tut definitiv gut!
Außerdem wollte ich (auch wenn dieser Beitrag von dir wirklich schon lange her ist) mich auch noch sehr für deine Gedanken zum Thema "potentielle Kinderlosigkeit" bedanken. Du hattest die Frage rumgedreht und erzählt, dass du dir auch manchmal schon die Frage gestellt hast, wie es wäre, wenn ihr euch gegen Kinder entschieden hättet. Es tut gut zu wissen und ist interessant, dass man auch mit anderer Ausgangslage sich solche Fragen stellen kann (auch wenn ich natürlich weiß, dass du die Entscheidung deswegen nicht bereust!). Die Frage "Was wäre, wenn" kann man sich wahrscheinlich letztlich überall stellen und feststellen, dass das Gras auf der anderen Seite....

Und du hast Recht - die Antwort auf die Frage sollte einem noch mal vor Augen führen, was einem darüberhinaus noch wichtig ist im Leben und dazu, dass man auch andere "Projekte" nicht aus den Augen verliert bzw. überhaupt erst mal angeht oder sich bewusst macht.
Herzlich Willkommen an
alle Neuen
Hierso:
Es hat mich ganz arg gefreut und berührt, dass einige, obwohl ich sooo inaktiv zur Zeit bin trotzdem immer wieder an mich denken.

Das ist schon eine tolle Community
Ich muss wirklich sagen, dass mir die gedankliche Pause durch die "Zwangspause" sooooo gut tut, das hätte ich nie erwartet. Ich habe mich seit den verpatzten Herzen kaum mit dem KiWu beschäftigt wie gefühlt seit Jahren nicht und es ist eine Wohltat....
Übrigens habe ich am Montag einen Anruf aus der Humangenetik bekommen und erfahren, dass mit unseren Chromosomen alles in bester Ordnung ist.

Am Dienstag war ich bei meinem laaaaaang ersehnten und erwarteten Termin in der Gerinnung. Zuerst 11 Röhrchen Blut abgegeben und dann hat sich der Arzt tatsächlich 45 Min Zeit genommen mir alles mögliche zu erklären, was im Fall der Fälle was bedeuten könnte. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Er hatte wirklich die Ruhe weg (was vielleicht auch die lange Wartezeit auf den Termin erklärt

). Aber ich bin super zufrieden aus dem Termin gegangen. Neben der Gerinnung wird auch die SD kontrolliert (inkl. der freien Werte, die ja bisher niemand kontrollieren wollte) und sogar nach Killerzellen wird geschaut. Ich war total begeistert vom Umfang der Untersuchungen. Außerdem hat er gesagt, dass er eng mit Heidelberg zusammen arbeitet und das fand ich auch gut, im Fall der Fälle. Jetzt hoffe ich so sehr, dass die Ergebnisse schnell da sind (er sagte 2 - 3 Wochen).
Der Arzt hat mich am Anfang gefragt, wie viele Fehlgeburten ich hatte. Ich habe gesagt, dass ich im Sommer eine MA bzw. FG hatte und dann 3 biochemische SS. Er hat sich alles notiert und dann hochgeschaut und gesagt, dass er den Begriff "biochemische SS" nicht so mögen würde. Er würde in seinen Augen die SS abwerten, denn JEDE SS - auch solche, die am Ende zu einem Baby führen- wären am Anfang eine biochemische SS gewesen. Also würde er bei mir von 4 FG sprechen. Ich fand das eine sehr empathische Sichtweise.
Auch wenn für mich selbst emotional (und natürlich auch körperlich!) meine biochemischen SS ein sehr großer Unterschied zu meiner MA im Sommer waren und ich nicht weiß, ob ich sie selber so nennen würde. Dennoch wollte ich auch eine solche Sichtweise eines Arztes hier mal teilen.
In dem Raum, in dem mir das Blut abgezapft wurde, sah es ein bißchen aus wie bei der Blutspende mit mehreren Liegen. Da waren gerade zwei schwangere Frauen drin, von denen eine eine Infusion bekam (weiter fortgeschrittene SS) und die andere (vielleicht 4. Monat) auch eine Blutentnahme, wie es aussah. Diese hat die Frau mit der Infusion angesprochen und eine Frage dazu gestellt und dann erzählt, dass es ihr erstes Kind sei und sie 3 FG hatte und sie auch bereit wär jede Woche für Infusionen zu kommen und alles dafür zu tun. Die andere Frau erzählte dann, dass sie auch bereits 2 FG hatte und so froh ist, dass es diese med. Unterstützung gibt. Ich musste dann wieder ins Wartezimmer und ehrlich gesagt hat mich dieses sehr kurze Gespräch, was ich da mit bekam so sehr berührt und ich musste dann etwas die Tränen zurückhalten. Es hat mich irgendwie berührt Frauen zu sehen und zu hören so ganz persönlich, die im gleichen Boot sitzen. Am liebsten hätte ich sie beide umarmt und Glück gewünscht und mich über alle gemeinsamen Erfahrungen mit ihnen ausgetauscht... Es ist schon verrückt, wie sehr diese eine Gemeinsamkeit ohne sonst irgendetwas über jemanden zu wissen, ein Gefühl von Verbundenheit erzeugen kann...
(hab den "me"-Betrag aus dem anderen Faden rauskopiert - also nicht wundern, falls ihn jemand schon mal gelesen hat
)